Kategorie-Archiv: Kirchliche Gebäude

Nikolaikirche Leipzig

Im Jahr 2019 schmücken wir unseren Kalender (und auch ein wenig unser Büro) mit der Nikolaikirche Leipzig. Gebaut haben wir sie nicht, umgebaut auch nicht. Sondern: Wir haben lediglich einen ziemlich hinterhältigen Holzschädling, so gut es ging, ans Licht geholt und bekämpft: Den Echten Hausschwamm.
Vielleicht ist noch nicht ganz ausgemacht, wer gewonnen hat – er oder wir. Schließlich konnten wir nicht den gesamten Fußboden umpflügen lassen. Also wird man die Kirche im Auge behalten müssen…

Bauherr: Evangelisch-Lutherische Kirchgemeinde St. Nikolai Leipzig

Leistung: Planung und Bauleitung der Hausschwammbekämpfung im Südwesten der Kirche (Erdgeschoß und Keller) einschl. Betrachtung raumklimatischer Probleme (Luftbefeuchtung* / Beheizung)
*Wer genau hinschaut, sieht im Bild oben die Luftbefeuchter in Aktion. Ist das, was für die Orgel nötig ist, auch für die Kirche gut?

Nikolaikirche von Nordosten

Nikolaikirche von Nordosten

 

 

 

 

 

 

Nikolaikirche

Die Nikolaikirche ist eine spätgotische Hallenkirche (mit Teilen des romanischen Vorgängerbaus in der Westfront), deren Innenraum bis 1797 unter dem Leipziger Baudirektor Dauthe in einmaliger Weise klassizistisch überformt wurde. Was uns heute denkmalpflegerisch hochproblematisch erschiene, ist längst selbst Baudenkmal.
Seine heutige äußere Gestalt erhielt der Bau Anfang des 20. Jahrhunderts, während die berühmte Innenarchitektur Dauthes erhalten ist.
Bekannt wurde die Nikolaikirche Leipzig vor allem durch die Friedliche Revolution 1989. Daran erinnert die „aus der Kirche in die Stadt getragene“ Säule auf dem Nikolaikirchhof.

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Kirche Leipzig-Engelsdorf

(St. Pankratius-Kirche)
Südostansicht
Südostansicht

Kirchturm: Mauerwerksinstandsetzung (Nadelanker), Erneuerung Turmdeckung (Kupfer), Fassadeninstandsetzung (2011)
Leistungen: Planung und Bauleitung

Kirchenschiff: Instandsetzung Dach und Fassade, Schwammsanierung (2013)
Leistungen: Gutachten (Feuchteschutz, Holzschutz), Planung, Tragwerksplanung, Bauleitung

Bauherr: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Engelsdorf-Hirschfeld

Baugeschichte

um 1170 Errichtung einer romanischen Chorturmkirche (heute nur noch Turmstumpf und Reste der Apsis vorh.)

nach 1530 Einführung der Reformation in Engelsdorf

1831/32* Abbruch und Neubau des Kirchenschiffs als klassizistische Saalkirche

1863* Abbruch des Walmdaches über dem Turm und Neubau von Oktogon und Haube des Kirchturms nach Entwürfen von Architekt Zocher (Leipzig)
Nachgründung (Untermauerung) des Kirchenschiffs im Westen wegen Schäden im Giebelbereich

Außen- und Innenrenovierung

1878* zwei neue Glocken angeschafft

1886*Friedhof nach Westen erweitert
1897* Friedhof nach Norden erweitert

1903* Neueindeckung Turm (obere Haube in Zink), Außenputz erneuert, Innenrenovierung, Holzvertäfelung innen

Historisches Foto
Nordostansicht, undatiert (Bauakte des Pfarramts) evtl. um 1920

1924 Orgel (Fa. Alfred Schmeisser, Rochlitz/S.)

1927 Innenrenovierung

1939* (Innen-?) Renovierung

1961 Dachreparatur, Innenrenovierung

1966* Neueindeckung Turm

1967 neue Turmuhr

1971* Norddach neu eingedeckt (Falzziegel statt Schiefer auf Lattung)

1979-83* Fassaden neu verputzt, Innenrenovierung

1988* Dacheindeckung (Schiff) mit Betondachsteinen

2005 Diebstahl der Turmuhr, Einbau der Uhr aus der aufgegebenen Leipziger Markuskirche

2010 Erneuerung des Geläuts (Bronzeglocken)

2011 Neueindeckung Turm (Kupfer statt Schiefer), Einbau von Nadelankern in das Turmmauerwerk, Turm neu verputzt

2013 Außensanierung Kirchenschiff (Dach und Fassaden)

* Angaben aus der Bauakte der Kirchgemeinde entnommen, teilw. aus Abschrift der Urkunden aus dem Turmknauf von 1863 und 1903 (Abschrift 1967)

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Weitere Bilder

Dachfuß

Instandgesetzter Dachfuß

 
Turmdeckung

Turmdeckung

Bohrarbeiten

Kernbohrungen für die Nadelanker

 

Innenansicht nach Osten

Innenansicht nach Osten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Johanniskirche Pegau

Außeninstandsetzung (Dachtragwerk, Fachwerkchor, Dachdeckung, Sockelabdichtung, Fenster)

Bauherr: Ev.-Luth. Kirchgemeinde Pegau

Leistungen: Planung, Tragwerksplanung, Bauleitung, Holz- und Feuchteschutzschutzuntersuchungen

Baugeschichte

Gottesackerkirche (Friedhofskirche) St. Johannis Pegau

1557
Gottesacker vor die Stadtmauer verlegt

1558
erster Kirchenbau (aus Material des abgebrochenen Klosters)

1644 (Dreißigjähriger Krieg)
Kirche aus militärischen Gründen abgebrochen

1674-76
Johanniskirche errichtet (Maurermeister Jakob Kattermann)

1699
Altar (Jacob Findeisen)

1705
Glocke gestiftet

1738
Blitzschlag, Dach und Bekrönung Dachreiter instandgesetzt

1782 (1784?)
Chorwände erneuert

1802
Dachreiter und Bekrönung instandgesetzt

1819
Renovierung

1849
Orgel (Urban Kreutzbach, Borna), mit Umbau Orgelempore, Innenrenovierung

1899
Innenrenovierung

1910/11
Einbau einer Gasheizung

1914
Ersatz der Glocke (aus dem Dachreiter Laurentiuskirche)

1917
Abgabe Glocke und Zinnpfeifen der Orgel

1935
Erneuerung Orgel

1936/37
Innenrenovierung, Restaurierung Altar

1939
Glocke

?
Verschluß Nordportal (1936 noch vorhanden, 1971 bereits geschlossen)

1969
elektr. Beleuchtung

1972
Entfernung von Seitenemporen und Kanzel, Wiederherstellung des West- und Verschluß des Südportals, Raumabtrennung unter Orgelempore, Bestuhlung und Heizung (?) erneuert

1994/95/98
Fassadeninstandsetzung

2012/13
Einbau Vertikalabdichtung, Dachsanierung Schiff, Dach- und Fassadensanierung Chor, Fensterinstandsetzung

Daten überwiegend aus:
– Sachsens Kirchengalerie, 7. Abteilung, S. 57f, 1840,
– Neue Sächsische Kirchengalerie, S. 942 und 890, um 1906
– Unterlagen des Baupflegers im Regionalkirchenamt Leipzig
– Fotodokumentation 1970-72 und Bauunterlagen 1936-37 des Pfarramts
– Johannes Brumme: Die St. Johannis-Kirche (aus dem Bestand des Pfarramts, teilw. ohne Quellenangabe)

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Nordostansicht

Nordostansicht

 

 

 

 

 

Instandsetzung der Sparrenfüße (stehendes Blatt)

Instandsetzung der Sparrenfüße (stehendes Blatt)

Choraußenwand

Choraußenwand


Gründung

Freigelegte Gründung (evtl. vom Vorgängerbau)
und bei den Arbeiten gefundene Gruft (oben)

Pfarrhaus Pegau

Statische Instandsetzung im Inneren des Pfarrhauses durch Einbau tragender Stützen, Mauerwerks- und Holzständerwände, Verlängerung eines Treppenhauses ins Dachgeschoß, Umbau und Modernisierung mehrerer Nutzungseinheiten, Abbruch eines Anbaus, Wiederherstellung der Hoffassade

Bauherr: Ev.-Luth. Kirchspiel Pegau

Leistungen: Bauplanung, Tragwerksplanung, Bauleitung

Straßenansicht

Straßenansicht

Hofansicht

Hofansicht

2_OG

Neue tragende Bauteile im 2. Obergeschoß